Topografische Karte Tuzla
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Tuzla
Meyers Großes Konversations-Lexikon aus 1909 beschrieb Tuzla als Kreisstadt, welche an beiden Ufern der Jala und der Bahnlinie Doboj-T.-Siminhan liegt. Sie war Sitz eines orthodoxen Bischofs, eines Muftis, eines Militär-Platzkommandos und eines Bezirksgerichts. Im Lexikon wird angeführt, dass es drei Brücken, zahlreiche Moscheen (darunter die Behrambeg-Moschee), ein Nonnenkloster und mehrere Kasernen gab. Tuzla hatte damals (1895) 11.034 Einwohner, davon 5984 Muslime. Der Handel war „lebhaft“, besonders mit Vieh und Pferden. Außerdem gab es eine Volks- und Handelsschule, eine Mädchenschule und höhere islamische Schule, ein Spital, den Elisabethpark, und neben den erwähnten Salzquellen auch reiche Kohlenlager. Tuzlas Umgebung soll reich an Bogumilengräbern gewesen sein. Des Weiteren war Tuzla 1225 Hauptstadt der Provinz Soli. 1693 siegte der kaiserliche Feldherr Perčinlija über die Türken. Österreichische Truppen fochten hier vom 9. bis 10. August 1878 mit den Insurgenten.
